Der U-Wert gibt in W/m²K an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil geht. Je kleiner er ist, desto besser dämmt die Tür. ADORO-Haustüren erreichen U-Werte ab 0,49 W/m²K. Für eine dichte Tür zählen zusätzlich Dichtungsebenen, Bautiefe von 88 mm, Bodenschwelle und Verglasung.
Stand: Oktober 2026 · Marc Stemmler, Schreinermeister
Im Prospekt steht „U-Wert ab 0,49“, und viele fragen sich, ob das viel oder wenig ist. Hier erklären wir, was die Zahl bedeutet, wovon sie abhängt und worauf Sie außer ihr noch achten sollten.
Was misst der U-Wert?
Der U-Wert, genauer der Wärmedurchgangskoeffizient, sagt, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter eines Bauteils geht, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ein Grad beträgt. Die Einheit ist W/m²K. Je kleiner die Zahl, desto weniger Wärme geht verloren.
Ein Rechenbeispiel: Eine Tür mit 2 m² Fläche und einem U-Wert von 0,49 W/m²K verliert bei 30 Grad Temperaturunterschied rechnerisch rund 30 Watt. Bei doppeltem U-Wert wären es doppelt so viele. Das sind keine Zahlen für die Heizkostenabrechnung, sondern ein Vergleichsmaß, mit dem Sie Türen nebeneinanderlegen können.
Warum es draußen so kalt sein darf
Haustüren stehen im Winter unter Dauerlast: Draußen herrscht Frost, drinnen läuft die Heizung. Der Temperaturunterschied kann gerade nachts über 30 Grad betragen. Das ist eine Belastung für jede Tür, denn Metall zieht sich in der Kälte zusammen und dehnt sich bei Wärme aus. Bei ADORO-Türen trennt deshalb eine hochwertige Dämmschicht die Metallteile von der Außenplatte, sodass die Tür passgenau bleibt.

Dichtungsebenen: je mehr, desto dichter
Eine Tür ist nur so dicht wie ihre Fugen. Üblich sind zwei oder drei Dichtungsebenen. Unsere ADORO-Türen sind vierfach gedichtet, mit einer umlaufenden, in den vier Ecken verschweißten Mitteldichtung. Das hält Kälte und Zugluft draußen, und es schützt außerdem das Schloss: Es bleibt trocken und sauber, und das Auf- und Zuschließen geht leicht.
Bautiefe: 88 Millimeter Dämmung
Dazu kommt ein zusätzliches Wärmedämmsystem mit einer Bautiefe von 88 Millimetern. Je tiefer und besser gefüllt das Türblatt, desto langsamer wandert die Wärme hindurch. Ein angenehmer Nebeneffekt: Auch Straßenlärm und andere Geräusche bleiben besser draußen.
Die Bodenschwelle: oft vergessen
Unten an der Tür entscheidet sich viel, denn dort zieht es am meisten. Unsere Bodenschwelle hat Anschlag- und Mitteldichtung und drei Dichtungslinien statt der üblichen zwei. Fragen Sie bei jedem Angebot danach, ein guter U-Wert im Prospekt nützt wenig, wenn unten die Luft durchzieht.
Verglasung: drei- oder vierfach
Glas ist die dünnste Stelle einer Tür. Für unsere Glastüren verbauen wir deshalb eine drei- oder sogar vierfache Wärmedämmverglasung. Wer große Glasausschnitte oder ein Oberlicht will, sollte genau hier auf den Wert schauen.
Nicht nur der U-Wert zählt. Dichtungsebenen, Bautiefe, Bodenschwelle und Glas entscheiden, ob die Tür im Winter wirklich dicht ist.
Die Montage entscheidet mit
Den Dämmwert aus dem Prospekt erreicht die Tür nur, wenn sie fachgerecht eingebaut ist. Häufig entscheidet erst die Montage, ob eine Tür wirklich dicht schließt. Und weil wir mit Energieberatern zusammenarbeiten, planen wir so, dass die Voraussetzungen für eine Förderung gegeben sind.
Woran erkenne ich ein gutes Angebot?
Wenn Sie mehrere Angebote vergleichen, stellen Sie bei jedem dieselben Fragen:
- Welchen U-Wert hat die Tür, und wer hat ihn geprüft?
- Wie viele Dichtungsebenen gibt es, und ist die Mitteldichtung in den Ecken verschweißt?
- Wie tief ist das Türblatt gebaut?
- Hat die Bodenschwelle drei Dichtungslinien oder nur zwei?
- Wie viele Scheiben hat das Glas?
Wenn ein Anbieter auf einzelne dieser Punkte nicht antworten kann oder will, ist das auch eine Antwort. Wir legen unsere Werte offen, sie stehen in unserem Katalog.
Was Sie im Alltag davon merken
Eine gut gedämmte, dichte Tür merken Sie an Kleinigkeiten: kein kalter Luftzug am Boden, kein Pfeifen bei Wind, ein angenehm ruhiger Flur, auch wenn draußen Verkehr ist, und eine Tür, die nach Jahren noch sanft schließt. Dafür muss nicht die Heizung laufen. Das ist der Unterschied zwischen einer Tür, die nur auf dem Papier gut ist, und einer, die im Winter hält, was sie verspricht.
Häufige Fragen
Welcher U-Wert ist gut?
Je kleiner, desto besser. Unsere ADORO-Türen erreichen Werte ab 0,49 W/m²K und sind damit nach unseren Angaben auch für Niedrigenergiehäuser geeignet.
Wer misst die Werte?
ADORO-Türen tragen das Zertifikat des Prüfinstituts ift Rosenheim.
Lohnt sich der Austausch einer alten Tür wegen der Wärme?
Oft ja. Moderne Türen dämmen deutlich besser als alte. Ob es sich bei Ihnen lohnt, hängt von Alter und Zustand der Tür ab. Das schauen wir uns bei Ihnen an.